Philosophie
Ich entwickle Szenografien und interaktive Raumkonzepte zwischen Bühne, Installation und Wahrnehmung und erschaffe Momente, Szenen und Raumwelten, die nicht nur sichtbar sind, sondern erlebbar werden. Sie entstehen aus Ideen, aus Intuition oder aus einem Gefühl dafür, was ein Ort sein könnte.
Mein Arbeitsprozess bewegt sich zwischen Analyse und Entwurf, zwischen Modell, Skizze und digitaler Konstruktion. Konzepte entwickeln sich dabei in Schichten – von einer übergeordneten Idee hin zu einer klaren, reduzierten Ausarbeitung. Gestaltung und Konstruktion greifen ineinander und ermöglichen es, Räume präzise zu formen.
Bestehende Orte dienen oft als Ausgangspunkt. Durch gezielte Eingriffe in Material, Licht, Oberfläche und Perspektive werden sie verschoben, neu kontextualisiert und in eigenständige Raumwelten überführt.
Die so entstehenden Räume sind reduziert, aber aufgeladen. Sie fordern dazu auf, gewohnte Wahrnehmung zu hinterfragen, Perspektiven zu verschieben und sich mit einer offenen, neugierigen Haltung neu zu orientieren.
Voices
„Herr Werneke gelang es, sich in die Proportionen des Raums einzudenken, obwohl dieser nie für eine Besichtigung zur Verfügung stand. Geschickt
fand er Lösungen für die anspruchsvollen Aufgaben.“
– Jochen Schönleber – Intenadant und Regisseur
„Diese Arbeit war besonders in Ihrer starken Bildkraft und überzeugenden Bildersprache gelungen. Minimalistisch und auf den Punkt gebracht“
– Rolf Glittenberg – Bühnenbildner
„Lars Werneke hat ein unglaubliches Raumgefühl und hat mir das bei meinen Regiearbeiten mehr als bewiesen. Sein strukturiertes Arbeiten lässt leicht darüber hinwegtäuschen, dass er ein großer Poet ist.“
– Christoph Kohlbacher – Regisseur und Autor
Werdegang
Ich habe Innenarchitektur (M.A.) studiert. Bereits während des Studiums galt mein Interesse dem Besonderen – dem Entwerfen von Räumen und Situationen, die über reine Funktion hinausgehen und eigene Welten entstehen lassen. Dabei habe ich vor allem gelernt, konzeptionell zu denken und gestalterische Ideen konsequent zu entwickeln und umzusetzen.
Nach dem Studium war ich fünf Jahre am Hessischen Staatstheater Wiesbaden als Produktionsleiter tätig. In dieser Zeit habe ich rund 50 Produktionen aus Oper, Schauspiel, Musical, Tanz und Performance von der Konzeptphase bis zur Premiere begleitet. Neben organisatorischen Aufgaben war ich intensiv in technische und konstruktive Prozesse eingebunden. Dabei wurde deutlich, dass Verantwortung im Raum immer bedeutet, einen präzisen Ausgleich zwischen künstlerischer Idee und technischer Umsetzbarkeit zu finden.
Seit 2021 arbeite ich zusätzlich als Szenograf. Getrieben von einem starken gestalterischen Interesse verlagert sich mein Fokus zunehmend auf die Entwicklung von Räumen, die nicht nur betrachtet, sondern erlebt und erforscht werden können.
Aktuell entwickle ich meine erste eigene Installation, in der sich konzeptionelles Arbeiten, gestalterische Entwicklung und technisches Wissen in einem freien experimentellen Rahmen verbinden.